SABRINA: AUS DER STADT, DIE ES NICHT GIBT, IN DIE METROPOLE NEW YORK CITY. 

Sabrina hat für sich den Traum Vieler wahr werden lassen und ist nach New York ausgewandert. Die gebürtige Bielefelderin lebt und arbeitet in der Metropole. Sie läuft Marathon, betreibt Bodybuilding, ist als Coach tätig und für Runtastic als Ambassador unterwegs. Außerdem führt sie erfolgreich ihren eigenen Blog @runningbrina – ordentlich am Hustlen also. Nice!

In SoHo, New York City haben wir Sabrina zum Kaffee getroffen. Für BERLIN, ALTER!  beantwortet die Powerfrau einige Fragen zu ihrem Leben in NYC, ihren sportlichen Plänen und dem richtigen Mindset. Und was sie über Berlin denkt, steckt sie uns auch noch.

INTRO

Stell dich kurz vor – wer bist du und was machst du so?

Ich wohne derzeit in New York und komme ursprünglich aus dem kleinen Bielefeld. Für Loving New York bin ich als Marketing Managerin tätig. Außerdem bin ich leidenschaftliche Läuferin und Coach. Viele kennen mich aber wahrscheinlich eher als @runningbrina – so heißt mein eigener Blog, den ich betreibe.

Leben in New York

Wie kam das mit New York ? Fühlst du dich wohl dort?

Ich war in meiner Heimatstadt Bielefeld nie so richtig happy. Viel zu klein. Zu langweilig. Jeder kennt sich. Irgendwann musste ich weg. Mein Mann hat hier damals einen Job angeboten bekommen. Also ging alles in einen Container, Autos verkauft, Wohnung vermietet, meinen Job an den Nagel gehangen und weg waren wir. Zum Glück. Hier habe ich dann nach ein paar Wochen meinen Job bei Loving New York gefunden, das Laufen intensiviert, meine Coaching Lizenz gemacht und meinen Blog weiter ausgebaut.

Heimat

Wow krasser Move. Respekt. Hast du die Entscheidung, in die Staaten zu ziehen, denn jemals bereut? Willst du vielleicht irgendwann wieder zurück?

Ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Ich liebe New York. Hier kann ich genau die Person sein, die ich bin. Mein Lifestyle mit 2 Trainings am Tag, gute 7 Tage in der Woche mit Arbeit beschäftigt zu sein und sich jeden Tag aufs Neue steigern zu wollen, ist in New York völlig normal.

Hart am Hustlen also! Würde das in deiner Heimatstadt nicht als normal gelten?

Ich denke eher nein. Was mir in New York auch unglaublich gefällt, ist der Support. Hier hilft man sich, stellt sich gegenseitig Kontakte vor, tauscht sich aus, trainiert zusammen. Der Gemeinschaftsgedanke, besonders in der Running Community, ist beeindruckend.

Der perfekte Tag

Wie sieht denn dein perfekter Tag in deinem Zuhause aus?

Frühling in New York. Ein früher Lauf im Central Park, bevor die Touristen kommen. Overnight Oats zum Frühstück und Zeit für einen Mittagsschlaf. Mexikanisches Essen und der Sonnenuntergang vom Apartment aus. An einem perfekten Tag muss Mittagsschlaf einfach sein.

Hört sich super an. Und so viel, wie du machst, kann ein bisschen Naptime zwischendurch wirklich nicht schaden. Lass uns über dein Sportprogramm sprechen.

SABRINAS‘ RUNNING SOUND

Je nach Stimmung: von Bruno Mars bis Jay-Z. Einen bestimmten Song habe ich gar nicht.“

Jay-Z – Empite State of Mind (ft Alicia Keys) lief bestimmt schon mal:

SPORT

Die nächste Challenge

Du läufst Marathon, machst Krafttraining und hast vor Kurzem beim Empire State Building Run-Up mitgemacht. Was kommt als nächstes?

2 Marathons innerhalb von 4 Wochen. Chicago, dann nochmal New York. Der New York Marathon 2017 war mit Abstand das Beste, was ich je als Sportlerin gemacht habe. Dieses Jahr wurde ich eingeladen, am Chicago Marathon teilzunehmen. Das konnte ich nicht ausschlagen. Da ich beim Empire State Building Run-Up überraschend gut abgeschnitten habe, will ich dieses Race auf jeden Fall nochmal mitmachen. Ich hatte leider nur 3 Wochen Zeit zum Trainieren, da ich die Einladung relativ kurzfristig erhalten hatte. Nächstes Mal strebe ich dann eine noch schnellere Zeit an und einen Platz unter den Top 10.

Sheesh. Da hast du dir ja etwas vorgenommen für dieses Jahr! Wir drücken dir auf jeden Fall die Daumen.

Der Struggle

Stößt du denn bei all dem auch mal an deine Grenzen? Wo hast du bisher am meisten gestruggled?

Das Training für den New York Marathon und der Kraftsport, der bei mir schon eher in den Bereich Bodybuilding fällt, haben mich sehr viel Energie gekostet. Dazu der Job und mein eigenes Business. In der Peak Trainingszeit war ich einfach durchgehend müde und ziemlich anstrengend als Person. Aber ich wusste, dass es sich lohnen würde und so kam es letztlich auch. Ich bin strahlend und gesund durchs Ziel gelaufen. Meine Beine haben nicht einmal geschmerzt. Die Brücken und Hügel im Central Park am Ende der Strecke waren dann auch kein Problem. Der Weg dahin war aber kein leichter. Sorry nochmal an meine Familie, die mich in dieser Zeit ertragen musste.

Mindset

Wie überwindest du dann solche Hürden? Hast du irgendwelche Tipps für Leute, denen es ähnlich geht?

Ich sage mir immer selbst: “Trust your training”. Jeder hat Selbstzweifel, aber der Weg zum Start ist es, der dich stark gemacht hat. Ich vertraue immer darauf. Sollten Dinge außer Kontrolle geraten und man merkt, dass man seine gewünschte Leistung nicht abrufen kann, einfach niemals aufgeben – wir sind so viel stärker und zu so viel mehr fähig, als wir glauben. Dieses Mindset beginnt bei jedem selbst. “Mind matters”, sage ich immer.

Beim Marathon oder egal bei welchem Race ich starte: ich weiss, was ich kann. Darauf baue ich dann. Grundsätzlich sollte man immer auf seinen Körper hören, gerade wenn man der Doppelbelastung von Running und Bodybuilding ausgesetzt ist, wie es bei mir der Fall ist. Ich erzwinge nie etwas. Das würde nur zu Verletzungen und Stress führen.

Das perfekte Training

Wie sieht deine perfekte Trainingssession aus?

Ich liebe meine langen Läufe am Wochenende. Das ist meine Zeit, in der ich mich komplett nur mit mir beschäftige. Ich bin dann kreativ, überlege mir zum Beispiel die nächsten Themen, über die ich schreiben will. Träume vom nächsten Urlaub, denke an meine Familie in Deutschland, verarbeite meine Gedanken… Leben in New York ist toll – von der Familie getrennt sein allerdings nicht. Vieles mache ich daher mit mir selbst aus und das passiert genau in dieser Zeit.

Hotspots für Training in New York

Wo machst du am liebsten Sport?

Ich habe einige Lieblings-spots in New York. Für’s Laufen den Central Park, für alle anderen Aktivitäten die Chelsea Piers. Dort gibt es Wall Climbing, Basketball, Beach Volleyball, Golf und sogar eine Laufbahn für’s Intervalltraining.

Klingt nice! Lass uns da unbedingt das nächste mal trainieren, wenn ich wieder in New York bin!

SABRINAS‘ RACEDAY ROUTINE

  • Kaffee
  • Banane + Haferflocken
  • Ausreichend trinken
  • Pipi Pause vor dem Start
  • Musik in den Ohren

BERLIN

Warum Berlin?

Du hast mir mal gesagt, dass du dir vorstellen könntest, in Berlin zu leben. Zumindest, falls es dich irgendwann nach Deutschland zurückzieht.

Warum genau Berlin? Was gefällt dir an der Stadt?

Ja das könnte ich mir vorstellen. Ich denke, dass Berlin die einzige Stadt in Deutschland ist, die New York das Wasser reichen kann. New York und Berlin haben meiner Meinung nach viel gemeinsam. Ich mag die Berliner. Und ich liebe Döner – ich hab’ gehört, dass es den besten bei euch in Berlin gibt?

Say no more! Da bist du bei uns an der richtigen Adresse. Wenn du hier bist, gehen wir in Berlin zusammen den besten Döner der Welt essen.

Lieblingsplatz

Hast du einen Lieblingsplatz in Berlin?

Den ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof mit dem riesigen Tempelhofer Feld.


🏁

Folgt Sabrina auf Instagram: @runningbrina
Photo Credits: @runningbrina

RUNNINGBRINAS‘ WOCHE

  • 4-5 Laufeinheiten
  • 5 Krafteinheiten (davon 3 Leg Days – 🔥🔥🔥)
  • 2 Einheiten pro Tag
  • 2 Rest Days

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.